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Der unaufhaltsame Aufstieg der Künstlichen Intelligenz

(KI) und ihr Einfluss in der Kommunikationstechnik

VideoConnect Inh. Josef Batki, September 2021

Abstract – Wir wollen, nach einer kurzen Begriffserklärung den Entwicklungsstand und die derzeit erfolgreichsten Anwendungsbereiche der KI anschauen sowie über die Zukunft der Mensch-Maschinen- Kollaboration nachdenken. Welche Chancen und welche Risiken stehen vor uns und wie können wir die künftige Intelligenzexplosion auf eine humane Weise begegnen?

I. Einleitung

Wir Menschen sind neugierige Wesen. Aus unserer vertrauten Umgebung heraus schauen wir wissensdurstig in die Richtung ganz kleiner Dinge, wie die subatomaren Strukturen, und in die Richtung ganz großer Dinge, also in die Tiefe des Universums.

Dabei kommen wir an die Grenze unseres Vorstellungsvermögens, da wir in Picometern und in Lichtjahren nicht wirklich denken können. Es fällt uns schwer das neue Vokabular der modernen Physik zu verstehen: Wurmlöcher, Strings, Quasaren, Neutronensterne, dunkle Energie und Materie, etc. Was die Naturwissenschaften uns heute an Entdeckungen, Theorien und Hypothesen liefern überfordert die meisten von uns.

Die Entstehung und Entwicklung der Digitaltechnik kommt – im Gegensatz zu Naturwissenschaften – aus uns, in einem Prozess des kreativen Umganges mit verstandenem und angewandtem Wissen heraus. Sie ist also eine menschliche Schöpfung, deren Existenz einzig und alleine menschlicher Fantasie zu verdanken ist.

Und jetzt haben wir also, neben unendlich klein und unendlich groß, eine weitere Herausforderung unserer Geisteskraft: es ist die vor unseren Augen allmählich entstehende sogenannte „Künstliche Intelligenz“. Mit dem Begriff haben wir ebenfalls noch Schwierigkeiten, da das Wesen von KI durch voreilige Ankündigungen der Marketingspezialisten etwas unscharf geworden ist. Es ist wahrlich unheimlich mit - von hochkomplizierten Algorithmen gesteuerten - sprechenden Systemen zu kommunizieren und mit ihnen Gedanken auszutauschen.

Die ganz Jungen, die noch keine erfahrungsbasierten Vorurteile haben, und die ganz Alten, die schon ein wenig über den Dingen stehen, nehmen die neue Wirklichkeit entspannter an.

Aber was sollen alle anderen, lernenden, arbeitenden Zeitgenossen tun, die täglich mit neuen Meldungen über die sich rasant entwickelnden KI-Technologien bombardiert werden?

Da muss jeder, wie ich glaube, seine eigene Überlebensstrategie entwickeln, je nach dem, ob er praktisch veranlagt ist und versucht KI für die Lösung seiner Probleme effizient einzubinden, oder sich Sorgen um den Verlust seines Arbeitsplatzes in dem atemberaubenden Prozess der Automatisierung und Algorithmisierung macht, bzw. er die Entwicklung, so lange es geht, ignoriert.

In den folgenden Teilen versuche ich einige Gedanken zusammenzutragen, die uns allen hilfreich bei der Bewältigung dieser Herausforderungen sein könnten, da die sog. 4. Industrielle Revolution der Menschheit ungeahnte Chancen bietet, uns aber auch erhebliche Risiken offenbart.

Der Zeithorizont, in welchem die uns intellektuell ebenbürtige Softwaresysteme erscheinen (siehe später: Singularität), wird langsam sichtbar.

Wir müssen uns schon heute Gedanken darüber machen, wie eine friedliche und kreative Mensch-Maschinen-Koexistenz möglich sein könnte. Der Aufklärungs- und Informationsbedarf ist - wie ich es wahrnehme - sehr groß. Im Weiteren könnte hier eine breit angelegte, gesamtgesellschaftliche Diskussion ebenfalls sehr hilfreich sein.

In den nächsten Teilen geht es um die Begriffe schwache KI, starke KI, Singularität, den aktuellen Stand der Entwicklung und um praktische Anwendungen, in welchen uns die KI schon heute unterstützt. (nächste Seite)

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